Barschfilets in Tomatensoße

Feierabend, endlich! Vom letzten Wochenende habe ich noch einen knappen Liter Maden über behalten und den will ich natürlich nicht verkommen lassen. Bewaffnet mit einer leichten Matchrute, einer Handvoll Sticks und den Maden ziehe ich los an einen kleinen Fluß, nicht weit weg von meinem Zuhause um ein paar Rotaugen zu fangen.

Schon bei der vierten Drift wird mein Stick von einem Schuppenträger angehalten. Noch beim Anschlag glaube ich, daß ich eines der erhofften Rotaugen gehakt habe. Aber schon nach einigen Sekunden bin ich mir sicher, daß es sich bei meinem Gegner um einen „Tiger“ handelt. Und richtig, nach kurzer aber heftiger Gegenwehr kann ich einen gut 300 g schweren Barsch über den Kescher führen. Ein schöner Fisch aber trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht, den frei nach dem alten Motto „fängste‘nen Barsch ist der Tag im Ar...“ erwartete ich nicht mehr allzu viel von meinen Lieblingsfischen, den Rotaugen.

Und wieder einmal behalte ich leider recht. Nach gut drei Stunden habe ich zwar 21 Fische gefangen, worunter sich aber nur 7 Rotaugen befinden, bei dem Rest des Fangs handelt es sich um durchweg schöne Barsch in der 200 g + Klasse – und das sind mehr als genug Fische für eine gute und schmackhaft Mahlzeit:

Barschfilets in Tomatensoße

Zutaten:

- die Filets von ca. 15 mittleren Barschen
- Saft von 3 Zitronen
- 3 verquirlte Eier
- 150 g durchwachsenen Räucherspeck (gewürfelt)
- 6 große Knoblauchzehen
- 3 bis 4 mittlere Schalotten, gewürfelt
- Öl (Knoblauchöl)
- 500 g Tomaten
- Basilikum (nach Möglichkeit frisch aus dem Kräutergarten)
- (Knoblauch-)Pfeffer, Salz, Mehl, Zucker
- ½  Tasse Brühe

Zubereitung:

Die Barsche filetieren und die Filets mit Zitronensaft von beiden Seiten beträufeln.

Das Öl in einem flachen Topf zusammen mit 50 g des Räucherspecks leicht anbraten. Die Schalotten zusammen mit 2 kleingeschnittenen Knoblauchzehen zugeben und anschwitzen. Die Tomaten achteln und zusammen mit der Brühe zugeben und garen lassen. Alles zusammen mit einem guten EL Zitronensaft, einem EL Zucker, 1 knappen TL Salz sowie einer Messerspitze Pfeffer abschmecken, den Basilikum noch hinzufügen und einmal kurz aufwallen lassen.

Die vorbereiteten Barschfilets nun trocken tupfen, salzen und pfeffern. Die Eier verquirlen und leicht salzen. Die restlichen Knoblauchzehen durch eine Knoblauchpresse drücken und hinzugeben.

Den restlichen Räucherspeck in einer Pfanne mit Öl leicht anbraten.

Die gewürzten Barschfilets nun in dem Ei und Mehl wenden und bei leichter Hitze und ohne Deckel von beiden Seiten goldbraun braten.

Als Beilage empfiehlt sich Reis, den wir nach dem Kochen noch kurz zusammen mit dem Räucherspeck in der Pfanne anbraten.

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