14 Wintertips für die Stippe

1. Weniger ist oft mehr, dieses Motto gilt ganz besonders im Winter. Denn ganz egal, welchen Köder wir gebrauchen oder auf welche Fischart wir es abgesehen haben, wenn die Wassertemperaturen erst einmal unter die 10 ° gesunken sind, brauchen unsere geschuppten Freunde deutlich weniger Futter als während der warmen Jahreszeit.

2. Wenn die Wassertemperatur um und unter die 4° schwankt, findet sich an den tiefsten Stellen des Gewässers mit 4° das „wärmste“ Wasser. Den Köder dort in der Regel anzubieten ist also nicht verkehrt. Aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel und ein Versuch mit einem schwebenden Köder bringt oft den einen oder anderen Bonusfisch.

3. Das Futter sieben, und nicht erst nach dem anfeuchten, sondern schon vorher um die großen Partikel heraus zu fischen. Viele Futtermischungen haben recht grobe Bestandteile, die man auf den ersten Blick gar nicht bemerkt. Diese Partikel würden den ohnehin nicht sehr großen Appetit der Fische nur unnötig schnell stillen.

4. Niemals aufgeben! Winterfischen kann nur allzu oft eine sehr frustrierende Angelegenheit sein, wenn die Fische nicht so wollen wie wir es uns wünschen. Mehr als einmal habe ich es schon erlebt, daß Angelkollegen gegen Mittag meinten, daß da wohl nichts mehr kommen würde und die Siebensachen zusammen packten. Kaum das sie weg waren schien da unter einer „Hallo“ zu schreien und das Fest begann. Dies gilt ganz besonders für das Beißverhalten von Rotaugen.

5. Dunkle Futtermixe sind in der kalten Jahreszeit oft von Vorteil. Gerade Rotaugen trauen sich im kalten Winterwasser aus angst vor Kormoranen nur selten über einen auffällig hellen Futterplatz. Wer keine Lust hat, seine eigene Futtermischung mit Lebensmittelfarbe abzudunkeln, findet mittlerweile eine ganze Reihe guter Fertigmischungen in den Regalen seines Tackledealers.

6. Genügend fertig gebunden Vorfachhaken sind im Winter ein Muß. Wer schon mal versucht hat, nach einem Schnurbruch mit eiskalten Fingern am Wasser einen Haken anzubinden, der weiß wovon ich rede.

7. Normalerweise sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, wintertags mit der passenden Kleidung ans Wasser zu gehen, aber es gibt noch immer genug Angler, die das nicht ausreichend beherzigen. Und erst einmal gründlich ausgekühlt ist es mit der Konzentration geschehen.

8. An wirklich kalten Tagen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist es ratsam, mit einer Nadelspitze zu fischen und den Gummizug im Futteral zu lassen, da dieser ja doch nur festfrieren würde. Eine Nadelspitze federt auf jeden Fall besser ab als ein eingefrorenes Elastik.

9. Hanf ist im Winter mehr als nur eine Alternative. Viele Stipper meinen immer noch, Hanf sei ein reiner Sommerköder. Mitnichten, wie erfahrene Rotaugenspezialisten sehr wohl wissen, die mit Hanf im Winter genauso gut fangen wie im Sommer.

10. Versucht Übung zu bekommen in dem Gebrauch von ultra feinem Gerät. Wer es erst einmal gelernt hat, mit einem 2er Gummi und mit einem 26er Haken an einer 0,05er Schnur ein starkes Winterrotauge auszudrillen, hat immer noch Reserven in Petto wenn mit dem Standardgerät nicht zu fangen ist.

11. Nimmt Euch Zeit bei der Anköderung von Einzelködern wie Maden, Caster, Pinkies oder Squatts. Wenn diese auch nur Köder leicht beschädigt sind und auslaufen, sind die Chancen auf einen Anbiß um ein Vielfaches reduziert. Denn gerade im Winter bei niedrigen Wassertemperaturen nehmen sich die Fische alle Zeit der Welt unseren Köder gründlich unter die Lupe zu nehmen.

12. Neben passender Winterkleidung sollte auch ein Satz Taschenwärmer in der Winterausrüstung nicht fehlen. Wenn es gut läuft und die Fische unsere Köder nehmen wollen bekommt man irgendwann ganz sicher kalte Finger und dann wird so ein Taschenwärmer ganz schnell zum besten Freund des Winteranglers.

13. Wenn gar nichts läuft, kann ein kleiner Mistwurm oft für wahre Überraschungen in unserm Netz sorgen. Ein halber Wurm ganz knapp über dem Grund angeboten hat schon so manch trägen Winterfisch doch noch zum Anbiß verleitet.

14. Eine Thermosflasche mit heißem Tee, Kaffee oder noch besser Hühnerbrühe sollte im Winter immer unser Begleiter sein. Eine heiße Tasse hat schon so manchen Angler wider zum Leben erweckt und vor allem verhilft sie todsicher zu einem Biß – denn was passiert jedesmal, wenn man zur Thermosflasche greift!? Genau...man bekommt einen Biß!

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Köder 1
Futtersieb 1
Futtertüten 1
Vorfachhaken 1
Hanf 1
Schnurspulen 1
Taschenwärmer 1
Kaffee 1
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